Pfarrstelleninhaber und -inhaberinnen

1. Pfarrstelle (1894-1999):

1894-1919 Dr. phil. August Kerstin (1892-1894 Hpr) 

1920-1960 Hans Steinsiek  (1945-1958 Sup.)

1960-1961 Hilfsprediger Volkhard Kroll

1963-1998 Erhard Schliebener (seit 1961 Hpr)

1999-2002 Wolfgang Weiß

2003-2007 Dr. York-Herwarth Meyer

2008-2012 Hans-Peter Naumann

seit 2013 Frauke Hayungs

2. Pfarrstelle (seit 1999 1. Pfarrstelle):

1954-1964 Ottfried Müller

1964-1978 Gerhard Stuckmann

1978-1996 Pfvw Prediger (Pastor) Heinz Schnare

1996-1999 Wolfgang Weiß (dann 1. Pfr)

 

Chronik

1885 Bau des Hagener Rangierbahnhofes, Zuzug von evangelischen Bürgerinnen und Bürgern

ab 1890 regelmäßige Sonntagsgottesdienste in der Ostschule in Vorhalle

1.7.1892  Abordnung von Hilfsprediger Dr. August Kerstin von der Kirchengemeinde Hagen, vierzehntägiger Gottesdienst

18.5.1893 Beschluss einer Versammlung von Vorhaller Evangelischen, sich innerhalb der Grenzen des Kommunalbezirks Vorhalle zu einer selbständigen Kirchengemeinde zu vereinigen

1.7.1894 Einrichtung der Kirchengemeinde Vorhalle 

23.10.1894 Ordination und Amtseinführung von Pfarrer Dr. August Kerstin

 

 

Vorhaller Kirche im Bau

Oktober 1899 Graf Otto von der Recke schenkt der jungen Kirchengemeinde  ein Grundstück für einen Kirchbau 

10.11.1903 Einweihung der  im neugotischen Stil errichteten Kirche 

Juli 1904 Einzug der Pfarrfamilie in das erbaute Pfarrhaus (heute Kirchbergstr. 3)

1.6.1919 verstirbt Pfarrer Kerstin als ein spätes Opfer der Hungersnot in und in Folge des Ersten Weltkriegs

Anfang 1920 Einführung des neuen Pfarrers Hans Steinsiek, Pfarrwitwe Kerstin mit Familie und die neue Pfarrfamilie bewohnen das Pfarrhaus gemeinsam, Frau Kerstin leitet weiterhin die Frauenhilfe

1927 Erwerb eines größeren Privathauses als Gemeindehaus (heute Untere Lindenstr. xx)

Herbst 1933 Es gibt offene Konflikte zwischen den Deutschen Christen und der Seite, die bald als Bekennende Kirche bekannt ist. Der Pfarrer und das halbe Presbyterium hielten sich zur Bekennenden Kirche. Deutsche-Christen-Presbyter und manche Gemeindeglieder aus Vorhalle separierten sich und wandten sich mit Taufen, Trauungen, Beerdigungen und Sondergottesdiensten an Pfarrer der Deutschen Christen.

Innenraum der Kirche Advent 1934

Herbst 1934 Pfarrer Steinsiek übernimmt  die Leitung der neu gebildeten Hagener Bekenntnissynode

1937 wurde Pfarrer Steinsiek für einige Tage inhaftiert, weil er als politisch unzuverlässig gilt

1934 bis 1937 kirchenmusikalische Blütezeit mit der Organistin Ursula Weber, die außer dem Orgeldienst auch noch den Singkreis übernimmt und den Blockflötenkreis leitet

Der Altarraum vor der Neugestaltung

Die Vorhaller Kirche mit altem Turmhelm

Februar 1941 Pfarrer Steinsiek wird zur Wehrmacht eingezogen

Weihnachten 1944 Heimkehr von Pfarrer Steinsiek 

22.2.1945 die Kirche wird bei einem Angriff auf Hagen-Vorhalle durch Brandbomben schwer getroffen 

15.4.1945 Einmarsch der Amerikaner in Vorhalle, Ende der Kampfhandlungen

1945 Pfarrer Steinsiek ist Superintendent von Hagen

Juni 1948 Währungsreform, bis dahin waren bereits knapp 60.000 RM zum Wiederaufbau der Kirche verbaut worden. Die Gemeindeglieder hatten kräftig gespendet

Ostern 1949 die Kirche wird mit der Prüfung der Konfirmanden und Konfirmandinnen wieder in Gebrauch genommen

1.5.1952 eine 2. Pfarrstelle wird errichtet 

19.12.1954 der neue zweite Pfarrer Ottfried Müller wird eingeführt

31.10.1957 vier neue Stahlglocken werden geweiht

1958 Erneuerung des Kirchdaches, ein Wasserschaden entsteht

16.7.1961 das neu errichtete Gemeindehaus mit Kindergarten wird in Betrieb genommen (Vorhaller Str. 27)

Aufsetzen des Turmhelmes

Aufsetzen des Turmhelmes

1968/69 Renovierung und Umgestaltung der Kirche (der Künstler Karl Hellwig aus Haßlinghausen entwarf neue bleiverglaste Fenster für den Altarraum, die in abstrakter Weise die Trinität abbilden. Von ihm sind auch das Broncekreuz, die Taufschale und die beiden Bronceleuchter.)

7.8.1968 Wiederherstellung des Turmhelms 

1994 Renovierung der Kirche

19.6.1994 Anlässlich des 100jährigen Gemeindejubiläums erhält die Kirche den Namen „Kreuzkirche“

1.6.1999 nach der Emeritierung des langjährigen Pfarrers Erhard Schliebener wird die 1.Pfarrstelle  wegen zurückgehender Gemeindegliederzahlen aufgehoben

 

Gemeindeglieder:

1.744 (1890); 1.840 (1894); 2.099 (1900); 2.540 (1910); 3.100 (1937); 5.450 (1958); 5.750 (1961); 5.290 (1965); 5.600 (1970); 5.900 (1978); 4.864 (1985); 4.325 (1987); 3.877 (1993); 3.791 (1996); 3.290 (2000); 3.206 (2002); 3.071 (2006); 2.604 (2013).

Quellen:

Jens Murken: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen, Band 2 (I – Z), Manuskript
(Stand: 14.11.2013) © Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bielefeld (Infos zum Archiv: hier)

Arnold Harder et al, Festschrift. 100 Jahre Kirchengemeinde Vorhalle, Hagen 1994. Aus der Festschrift stammen auch die Fotos, die dort keine weitere Urheberangabe haben.